Berlina Pflanze

CIRCUS-of-FASHION-Berlina-Pflanze-Inga-Lieckfeldt-Foto-Elias-Trommer

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Warum Modedesign?

Es begann mit Anziehpuppen aus Papier im Kindergarten … Nein im Ernst, ich hatte schon immer Freude an der Herstellung eigener Dinge mit meinen Händen. Deshalb wählte ich im Jahr 2009 den mehr technischen Studiengang Clothing Technology/Fabric Processing. Ich wollte lernen, wie so etwas professionell und richtig gemacht wird. Bereits im ersten Jahr entdeckte ich meine Passion zum Designen und Kreieren von Mode. Mein Studium hilft mir dabei insofern, als dass ich Stoffqualitäten und deren Einsatzmöglichkeiten sehr gut beurteilen sowie moderne und aufwändige Verarbeitungstechniken anwenden kann. Mit diesen Grundlagen ausgestattet, war es dann noch einmal ein großer, aber auch folgerichtiger Schritt mich mit einem eigenen Modelabel den Anforderungen der Modebranche zu stellen.

Für welchen Modestil stehst Du?

Weniger ist mehr – klassisch dezente Schnitte kombiniert mit originellen bis außergewöhnlichen Materialien.

Von welchem Designer fühlst Du Dich inspiriert?

Am ehesten von Coco Chanel. Sie ist eine Art Vorbild für mich, da sie eine starke und selbstbewusste Frau gewesen ist, die sowohl Frauen gut anzuziehen als auch ihren eigenen Kopf durchzusetzen wusste.
Für meine Designs höre ich auf mein Bauchgefühl.

Warum Berlin?

Weil ich eine echte „Berlina Pflanze“ bin. Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Berlin ist meine Heimat, mein Ort für Kreativität und Inspiration.

Was sollte Deiner Meinung nach jeder im Kleiderschrank haben?

Das kleine Schwarze und Liebhaberstücke, in denen du dich einzig fühlst.

Welche ist Deine Lieblings-Modeepoche?

Begeisterung kann ich für die verschiedensten Epochen empfinden. Sich zu entscheiden ist unmöglich. Persönlich liebe ich zeitlose Mode, die Frau stets klassisch und feminin auftreten lässt.

Nenne uns Deine 3 No-Go´s in Sachen Mode

Ich denke das größte No-Go für mich ist keinen eigenen Stil zu haben. Es kommt nicht darauf an, ob einem der Stil einer Person entspricht bzw. zusagt. Man muss ihn nicht einmal mögen, er unterstreicht jedoch in jedem Fall die Persönlichkeit eines Menschen.

Wo auf der Welt trägt man schon Deine Mode?

Nun, ich bin ja noch ziemlich am Anfang. Gesehen wurden meine Unikate neben Berlin bereits in Leipzig, Nürnberg, Wien,  Zürich, Paris und Shanghai. Und bestimmt noch in einigen anderen Ländern, von denen ich nichts weiß. Schließlich werden das Bikini Berlin und der LNFA Conceptstore ja auch gern von außerhalb besucht.
Vielleicht gelingt mir ja im nächsten Jahr der Schritt über den großen Teich. Ich erhielt kürzlich eine Einladung zur Vancouver Fashion Week.

 

Foto: Elias Trommer

On Trust

CIRCUS of FASHION - On Trust - Svenja Gilg

CIRCUS of FASHION - On Trust - Svenja Gilg

Warum Modedesign?

Eine Möglichkeit, die eigenen kreativen Ideen in den Alltag verschiedenster Leute einfließen lassen zu können.

Für welchen Modestil stehst Du?

Subtil, sportlich-elegant.

Von welchem Designer fühlst Du Dich inspiriert?

Mehr als andere Designer inspirieren mich Farben und Stimmungen von Orten, an die ich selbst reise oder in Bildern sehe.

Warum Berlin?

Berlin bietet Nachwuchsdesignern nach wie vor günstigere Startkonditionen als andere relevante europäische Metropolen.

Was sollte Deiner Meinung nach jeder im Kleiderschrank haben?

Kleidung aus umweltfreundlichen Materialien.

Welche ist Deine Lieblings-Modeepoche?

Da jede Epoche auch immer wieder Vorhergegangenes zitiert und wiederholt hat, finde ich das schwer zu sagen.

Nenne uns Deine 3 No-Go´s in Sachen Mode:

Für mich gibt es nur 1 No-Go: Alles annehmen, ohne zu hinterfragen und so nie herauszufinden, was wirklich zu einem passt.

Wo auf der Welt trägt man schon Deine Mode?

In Ländern und Städten, in denen besondere Läden aufgeschlossen für Neues sind: Mailand, Amsterdam, Berlin.

Claudine Brignot

CIRCUS of FASHION - Claudine Brignot

CIRCUS of FASHION - Claudine Brignot

Warum Modedesign?

Das war schon früh mein Berufswunsch Nummer eins. Studiert habe ich zwar Produktdesign, doch nach dem Studium habe ich mich recht bald in die Selbstständigkeit als Modedesignerin gestürzt.

Für welchen Modestil stehst Du?

Klare Schnitte und Farben mit einem Link zur Arbeitsbekleidung. Die neue deutsche Sachlichkeit ist ein Begriff mit dem ich mich gut identifizieren kann, auch wenn ich Schweizerin und Französin bin.

Von welchem Designer fühlst Du Dich inspiriert?

Ernesto Thayaht, kein Modedesigner sondern ein Künstler und Mitglied der italienischen Futuristen.

Warum Berlin?

Ganz einfach weil ich hier lebe, –  interessanterweise mit jedem zusätzlichen Jahr etwas lieber.

Was sollte Deiner Meinung nach jeder im Kleiderschrank haben?

Lieblingsstücke die sich gut kombinieren lassen und die nicht nach einer Saison im Müll landen!

Welche ist Deine Lieblings-Modeepoche?

Zeiten des Aufbruchs: Zum Beispiel die 30er Jahre oder Ende der 1990er Jahre.

Nenne uns Deine 3 No-Go´s in Sachen Mode.

Prinzipiell bin ich dafür, dass jeder das macht, was ihm gefällt! Eigentlich müsste modisch viel mehr ausprobiert werden, ohne dass man Angst vor Konventionen hat! Persönlich habe ich aber meinen Stil gefunden, mit dem ich mich sehr wohl fühle.

 Wo auf der Welt trägt man schon Deine Mode?

In den letzten Jahren hat sich deutlich bemerkbar gemacht, dass Berlin internationaler geworden ist. Wir haben viele Kunden aus anderen Städten wie Tokyo, Antwerpen, Zürich, Kopenhagen etc.

Gretchen

CIRCUS of FASHION Gretchen - Anne-Christin Schmitt

Liebe Anne-Christin, warum Modedesign?

Ich glaube ich konnte gar nicht anders! Ich bin einem Familienbetrieb der Lederwarenbranche groß geworden und habe schon sehr früh meine Liebe zu feinen Ledern und den Accessoires, welche man daraus fertigen kann, entwickelt. Mit 17 Jahren habe ich begonnen meine ersten Handschuhe zu entwerfen, daraus wurden dann im Handumdrehen bis zu 100 Designs pro Jahr … Mit Beendigung meines Studiums stand bereits für mich fest, dass ich gerne meine eigenes Label für Damenaccessoires gründen möchte, um die vielen Ideen, die ich habe, nicht nur in Form von Handschuhen, sondern vor allem als Taschen umzusetzen. Dies war die „Geburtsstunde“ von Gretchen.

Für welchen Modestil stehst Du?

Gretchen steht für formbetontes Design; modern, puristisch und unabhängig. Unsere anspruchsvollen handwerklichen Kreationen werden in europäischer Qualität verarbeitet und liegen damit auf höchstem Niveau. Das Besondere bei einer Gretchen ist immer ihre Form. Hinzu kommt dann noch, dass ich viel Wert darauf lege die Kollektion außergewöhnlich farbenfrohen zu gestalten. Entsprechend der Gretchen Philosophie schaffen wir so bewusst eine Produktpalette welche sich vom Mainstream-Modediktat abhebt und heraussteht. Somit ist jede Gretchen auch sehr zeitlos und kann auf lange Zeit ein Objekt der Begierde sein.

 Von welchem Designer fühlst Du Dich inspiriert?

Puh … die geliebte Frage an den Designer. Es gibt nicht den einen Designer der mich inspiriert. Natürlich schaut man immer rechts und links was andere Kreative umsetzen. Aber wenn ich gezielt Inspiration suche dann suche ich lieber in der Natur; sie ist für mich ein unendlicher Quell an Inspiration… keine Form, keine Farbe, keine Oberflächenstruktur, die nicht schon in ihr vorkommt! Aber natürlich finde ich auch Inspiration auf der Straße, Menschen die toll angezogen sind, oder auch schöne Läden und Stores. Wobei ich da – nichts für ungut – das Ausland meistens etwas spannender finde. Japan zum Beispiel, Tokyo, einfach Wahnsinn, da ist man nach einer Woche vollgesogen an Eindrücken und Inspirationen, dass einem der Kopf raucht!

 Warum Berlin?

Ich denke wir wissen alle, dass Paris, Mailand, London und New York, was den Mode-Grad und die Professionalität angehen, uns um Längen voraus sind. Aber meiner Meinung nach macht das nichts, im Gegenteil, Berlin ist ja grade deshalb spannend, weil hier noch so viel Bewegung und Umbruch ist, auch in der Mode. Und die kreative Atmosphäre hier ist unschlagbar, sehr anregend und mitreißend.

Was sollte Deiner Meinung nach jeder im Kleiderschrank haben?

Ganz klar – „every Mädchen needs a Gretchen!“ – natürlich eine Tasche von uns. Aber mal Spaß bei Seite, auch für die, deren Geschmack unsere Taschen nicht treffen: ein tolles wertiges Accessoire ist Muss. Eine stylishe Tasche, einen tollen Schal, oder ein ausgefallenes Schmuckstück. Damit kann ich doch jedes x-beliebige H&M Kleidchen aufwerten und individualisieren.

Welche ist Deine Lieblings-Modeepoche?

Da habe ich noch nie so bewusst drüber nachgedacht, aber vermutlich die 60er. Zum ersten Mal wurde das bestehende Modediktat gebrochen, wurde die Mode freier. Nicht nur durch Mini-Röcke, nein auch in Farben und Formen wurde in den 60ern alles auf den Kopf gestellt. Kleidung wurde zum Ausdruck der Persönlichkeit, des eigenen individuellen Ichs. Und wer wie ich Spaß hat am Spiel mit Formen, der hat in den 60ern sein Paradies gefunden.

Nenne uns Deine 3 No-Go´s in Sachen Mode.

  • Zu viel: zu viel Schmuck, zu viele Accessoires – weniger ist da oft mehr. Lieber ein Wow-Teil zum Hingucken als überall ein bisschen was und man sieht am Ende aus wie ein Weihnachtsbaum.
  • Zu uniform: klar, der eigene Geschmack braucht Zeit, um sich zu entwickeln und da greift man auch mal zielsicher daneben… aber nichts ist schlimmer als auszusehen so wie alle. Das ist schrecklich langweilig und austauschbar.
  • Zu durchgestylt: auch wenn man sich für einen bestimmten Anlass mal richtig ins Zeug legt, man sollte immer authentisch bleiben und nicht überperfekt, das wirkt aufgesetzt.

Wo auf der Welt trägt man schon Deine Mode?

In Korea, China, Japan … Russland, Israel, Australien … Europa … Dubai … Und auch sonst überall – Online versenden wir schließlich weltweit!

Cara LUISA

CIRCUS of FASHION Cara LUISA Luisa Wagemann Portrait

CIRCUS of FASHION Cara LUISA Luisa Wagemann Portrait

Warum Modedesign?

Mode und Bekleidung begeistern mich seit meiner Kindheit. Meine Familie hat eine lange Tradition im Herrenschneiderhandwerk, so war ich immer von Stoffen und Garnen umgeben. Im Speziellen für Strickbekleidung interessiere ich mich seit meinem Hochschulstudium und meinem Praktikum bei der Designerin Anuschka Hoevener. Ich mag es mit meinen Händen etwas herzustellen und mag die Flexibilität des Gestricks und die unzähligen Gestaltungsmöglichkeiten dieses Werkstoffes.

Für welchen Modestil stehst Du?

Cara LUISA steht für elegante und zeitlose Mode, die Frauen ansprechen soll, die ihre weibliche Seite mögen und diese gern betonen.

Von welchem Designer fühlst Du Dich inspiriert?

Beeindruckt bin ich jede Saison auf ein Neues von den Kollektionen von Dries van Noten. Karl Lagerfeld ist unschlagbar gut, aber auch Proenza Shouler und diverse junge Labels, die immer mal wieder auf- und abtauchen inspirieren mich.

Warum Berlin?

Die Nähe zu meiner Heimat, die Rückkehr in den Osten des Landes und eine Stadt, die sehr tolerant und friedlich ist, mit unglaublich breiten Bürgersteigen und großen Gegensätzen.
Aber, es muss nicht Berlin sein. Ich bleibe hier meinem Partner zuliebe. Ich sehe mich auch in ländlicheren Regionen.

Was sollte Deiner Meinung nach jeder im Kleiderschrank haben?

Etwas Zeitloses, Elegantes.
Etwas Kuscheliges.
Etwas Vintage.

Welche ist Deine Lieblings-Epoche?

Jede Epoche hat seinen Reiz. Ich habe keine Lieblings-Epoche.

Nenne uns Deine 3 NO-GO´s in Sachen Mode.

Bei der Vielfältigkeit der Mode, gibt es eigentlich keine NO GO`s.

Wo auf der Welt trägt man schon Deine Mode?

Deutschland und Frankreich.

Dankeschön, Luisa!

BRACHMANN

CIRCUS of FASHION - BRACHMANN Jennifer Brachmann - Foto Joachim Blobel

CIRCUS of FASHION - BRACHMANN Jennifer Brachmann - Foto Joachim Blobel

Liebe Jennifer, warum Modedesign?

Im Modedesign ist der Weg von der Idee über den Entwurf hin zum fertigen Designmuster sehr schnell. So kann man eigene Ideen kompromisslos umsetzen, und man sieht auch sehr schnell, was funktioniert. Wenn Du am Morgen mit einer Idee aufwachst, kann das Modell am Abend in einer ersten Version schon auf der Puppe hängen. Das ist schon toll.

Für welchen Modestil stehst Du?

Ich stehe für eine Modernisierung der Klassiker der Männermode, wobei es mir zum einen um das Design neuer Kleidungsstücke geht, indem ich Hybride entwerfe wie zum Beispiel Cross-Over aus Hemd und Cutaway oder Smoking und Sakko. Zum anderen geht es mir um die Arbeit am Detail wie zum Beispiel neue Kragenformen beim Hemd.

Von welchem Designer fühlst Du Dich inspiriert?

Ich bin im Design sehr inspiriert von den Vätern des Bauhauses, also von Walter Gropius und Mies van der Rohe. Wenn es um Modedesign geht, gefallen mir die Kollektionen von Raf Simons und Chris van Asche derzeit sehr gut, die sind sehr klar und minimalistisch.

Warum Berlin?

In Berlin herrscht so eine besondere Stimmung. Berlin ist ein Melting-Pot unendlich vieler Kulturen, Stile und Disziplinen. Hier gibt es immer starke Spannungen und Kontraste, es gibt so eine vibrierende, nervöse und produktive Grundstimmung. Daneben bietet Berlin für junge deutsche Modelabel sehr gute Entwicklungsbedingungen wie zum Beispiel sehr gute Vernetzungsmöglichkeiten mit dem Modebusiness, viele Dienstleister, eine super Kreativszene, im internationalen und auch nationalen Vergleich noch günstige Kosten, aber auch eine in Deutschland ganz einzigartige Wirtschaftsförderung, um nur ein paar Vorteile zu nennen.

Was sollte Deiner Meinung nach jeder im Kleiderschrank haben?

Ein paar Basics, also bei den Männern Anzug, Hemden, Trenchcoat, und dazu noch ein paar ausgefallene Teile, um das Outfit zu stylen und besonders zu machen.

Welche ist Deine Lieblings-Modeepoche?

Mode und Epoche in einem Wort! Ich weiß nicht, eigentlich lebe ich immer in der Gegenwart und gucke, wie es von hier aus am besten weitergeht.

Nenne uns Deine 3 No-Go´s in Sachen Mode.

Ich spreche mal für Frauen und Männer:  Es ist immer eine Frage, wer was trägt, es  muß zum Stil der Person passen und authentisch sein. Aber eine Sache geht für mich gar nicht, das sind große Logodrucke.

Wo auf der Welt trägt man schon Deine Mode?

Hauptsächlich in Europa. Ein paar Teile habe ich aber schon nach Asien und Amerika verkaufen können.

 

Jennifer Brachmann wurde fotografiert von Joachim Blobel.

Frozen Hibiscus

CIRCUS of FASHION Frozen Hibiscus Claudia Urbanek Foto Pamela Burbank

 

CIRCUS of FASHION Frozen Hibiscus Claudia Urbanek Foto Pamela Burbank

Warum Modedesign?

Familiäre Vorbelastung (ich komme aus einer Schneiderfamilie), aber auch die beste Möglichkeit meiner Kreativität freien Lauf zu lassen und die eigenen Vorlieben umzusetzen. Ich liebe es, mit Stoffen zu arbeiten und beim Anfassen eine Vision zu bekommen, was daraus entstehen kann. Ich strebe nach Eleganz und Perfektion.

Für welchen Modestil stehst Du?

Ich stehe für Mode im Vintage Stil, der Stil des Labels: Mode im Stil der 20er-50er Jahre. Mein persönlicher Stil findet sich in den späten 40er und frühen 50er Jahren wieder.

Von welchem Designer fühlst Du Dich inspiriert?

Coco Chanel, Christian Dior, bei Schuhen Salvatore Ferragamo

Warum Berlin?

Ich bin hier geboren und lebe hier auch schon immer. Ich kann hier alles machen. J Es gibt so viele Möglichkeiten sich in Berlin kreativ zu entfalten und durch das riesige Angebot an Kunst, Kultur und Mode bekommt man jede Menge Inspirationen.

Was sollte Deiner Meinung nach jeder im Kleiderschrank haben?

Kleidung von Frozen Hibiscus. 😉

Welche ist Deine Lieblings-Modeepoche?

Ich finde in jeder Epoche etwas Schönes, aber die Favoriten sind die 20er-50er Jahre.

Nenne uns Deine 3 No-Go´s in Sachen Mode.

Es gibt nur eine Sache: jeden Trend mitzumachen und seinen Körper dabei zu ignorieren, Kleidung zu tragen, die einen unvorteilhaft zur Geltung bringt und/oder auch einen verkleidet aussehen lässt. Jeder hat etwas Schönes und Besonderes an sich, das sollte man unterstreichen.

Wo auf der Welt trägt man schon Deine Mode?

In Europa, den USA und sogar in Südamerika 🙂

 

Foto: Pamela Burbank

 

FIRMA Berlin

CIRCUS of FASHION - FIRMA Berlin D. Biesenbach C. Tillessen Foto Martin Mai

CIRCUS of FASHION - FIRMA Berlin D. Biesenbach C. Tillessen Foto Martin Mai

Warum Modedesign?

Aus Berufung.

Für welchen Modestil steht Ihr?

Klar aber nicht schlicht. Sexy aber nicht vulgär. Tragbar aber nicht banal.

Von welchem Designer fühlt Ihr Euch inspiriert?

Am meisten Spaß macht es, auf Reisen etwas zu entdecken, was es nicht überall gibt, z.B. die Accessoire-Kollektion Detaj aus Osaka oder Cortana aus Barcelona.

Warum Berlin?

Berlin hat keinen Respekt vor bürgerlichen Statussymbolen. Nerzmäntel und Perlenketten beeindrucken hier niemanden. Diese Berliner Respektlosigkeit treibt uns an, Luxus neu und anders zu definieren.

Was sollte Eurer Meinung nach jeder im Kleiderschrank haben?

Kleidung, die fair produziert wurde.

 Welche ist Eure Lieblings-Modeepoche?

Die 1920er Jahre in Berlin waren in vielerlei Hinsicht ein fantastisches Jahrzehnt. Uns inspirieren aber weniger die Entwürfe von damals als die Euphorie mit der entworfen wurde. Wir machen ja keine Retromode.

Nenne uns Eure 3 No-Go´s in Sachen Mode.

Noch deprimierender als hässliche Kleidung finden wir banale Kleidung. Lady Gaga trägt an Halloween Jeans und weißes T-Shirt, wenn Ihr wisst, was wir meinen.

Wo auf der Welt trägt man schon Eure Mode?

Nicht überall, aber überall da, wo tolle Läden ihre Begeisterung für unsere Kleidung an ihre Kunden weitergeben: Giza, Seoul, Osaka, La Jolla, Kiev, Sidney, Montréal …

esther perbandt

 

CIRCUS of FASHION Esther Perbandt - Foto Birgit Kaulfuss

Warum Modedesign?

Es ist ein wunderbarer Weg, sich auf eine kreative Weise mit Körpern jeden Geschlechts zu befassen und die fantastische Sprache der Körpersprache zu studieren.

Für welchen Modestil stehst Du?

Für einen tragbaren, strengen, avantgardistischen, zeitlosen Stil für starke Charaktere jeden Geschlechts.

Von welchem Designer fühlst Du Dich inspiriert?

Um bei meinem eigenen Weg zu bleiben ist es manchmal hilfreicher Scheuklappen aufzusetzen, als zu sehr nach rechts und links zu schauen.

Warum Berlin?

Weil ich hier geboren bin.

Was sollte Deiner Meinung nach jeder im Kleiderschrank haben?

All die Dinge, die dich schöner und glücklicher machen.

Welche ist Deine Lieblings-Modeepoche?

Das kann ich gar nicht sagen, da ich mich an keiner Epoche orientiere. Aber ich persönlich war schon mal auf dieser Erde. Geboren Fin du Siecle, aber schon gestorben Anfang der 50er Jahre. Da musste ich einfach weg, das habe ich nicht ausgehalten.

Nenne Deine 3 No-Go´s in Sachen Mode.

Es gibt eigentlich nur ein großes No-Go in Sachen Mode und das ist „verkleidet“ auszusehen. Und damit meine ich nicht, besonders oder manchmal auch ausgefallen auszusehen. Ich finde man sieht es immer sofort, wenn jemand versucht, durch Bekleidung jemand zu sein, der er nicht ist. Die Körpersprache verrät es. Es können die schönsten Bekleidungsteile sein, aber wenn der Mensch darin nicht passt, verliert er seine körpereigene Ausstrahlung.

Wo auf der Welt trägt man schon Deine Mode?

Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, England, Italien, Spanien, Niederland, Australien, Japan, Hongkong, USA und bestimmt noch das eine oder andere Land mehr, wohin sie ein kauffreudiger Tourist in meinem Laden gebracht hat.

 

Foto: Birgit Kaulfuss

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